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FRAUENPRÄVENTION

Was brauche ich als Frau in Deutschland? Wie kann ich mich schützen?
Das Projekt unterstützt geflüchtete Frauen, zeigt Möglichkeiten zur Selbsthilfe und Schutz, weist Wege aus der Isolation und ermutigt zur physischen und psychischen Selbstbestimmung und zu einem Rollenverständnis in unserer Gemeinschaft über Kulturunterschiede hinweg.
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Ein kompetentes Team der Frauenberatung in Lörrach stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen durch Gespräche, Rollenspiele, Gesang, Wahrnehmung der Körpersprache. Rolle, Rechte und Möglichkeiten als Frau in Deutschland werden thematisiert, das Recht „NEIN zu sagen“ in Anspruch zu nehmen, geübt, sowie Möglichkeiten gegeben über belastende Geheimnisse zu sprechen und die körperliche Selbstbestimmung zu thematisieren, bis hin zum Aufzeigen des Weges für die Inanspruchnahme professioneller Hilfe und das Ebnen des Weges dahin.
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Begonnen wurde das Projekt mit 15 alleinstehenden, jungen Frauen aus Eritrea. Der erste Projekttag stand ganz im Zeichen der Wahrnehmung und Bejahung des eigenen „ICHS“, das alle Menschen -unabhängig von äusseren Faktoren, wie Herkunft, Geschlecht, Bildung- zu einzigartigen Individuen macht. „IN MIR WOHNT EINE SONNE“, in jedem von uns, mit der Fähigkeit zu strahlen, andere anzulachen, aber auch mit dem Recht auf Gefühle wie Trauer und Wut. Nur das Zeigen von Gefühlen gibt uns die Fähigkeit zur Kommunikation und zum Verstandenwerden. Es war für uns alle ein äusserst emotionales Erlebnis, als uns die Frauen ihr allereigenstes Lied sangen, in dem sie in Libyen Gott um Hilfe und Beistand für die bevorstehende Überfahrt übers Mittelmeer anriefen. Keine von uns wird diesen Augenblick je vergessen. Der zweite Projekttag bestand aus dem Recht NEIN zu sagen und dem Einüben von vielfältigen Varianten, dieses auch zu sagen und über Körpersprache und Blicke zu zeigen und klar zu machen, dass NEIN eben NEIN ist.
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Wir werden weitere drei Projekttage mit den Frauen aus Eritrea haben. Nach den Sommerferien startet dann ein weiteres Projekt mit einer Gruppe von alleinstehenden Frauen aus Gambia, Nigeria und Kamerun, auch über fünf Projekttage. Weiter können dann eine Gruppe syrischer Frauen und eine Gruppe von Frauen aus dem Iran/Afghanistan folgen. Diese länderspezifische Einteilung ist sprachlich sehr wichtig, da wir jeweils eine Dolmetscherin benötigen.
Wir freuen uns auch sehr darüber, dass wir vom Landkreis Lörrach ausgewählt wurden zur
Projektförderung 2016 zum nachhaltigen Bürger-Engagement im Landkreis  „angekommen-aufgenommen-Flüchtlinge im Landkreis“.
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Hier die Berichte